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Ferrata Corna delle Capre

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Alpenfun Montag, 26. Januar 2026 von Alpenfun

Ferrata Corna delle Capre

zwischen Kraft, Konzentration und Gewitterhimmel

Manche Klettersteige fordern nur Technik. Andere fordern dich als Ganzes.

Die Ferrata Corna delle Capre gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Schon beim Gedanken an diesen Steig spüre ich wieder das Ziehen in den Unterarmen, den fokussierten Blick auf den nächsten Griff – und dieses leise Kribbeln, wenn der Himmel anfängt, eine eigene Geschichte zu erzählen.

Kurzinfos zur Tour

  • Berg: Corna delle Capre.

  • Region: Lago d’Iseo, Lombardei (Italien)

  • Schwierigkeit Klettersteig: C/D

  • Charakter: steil, sportlich, ausgesetzt

  • Besonderheit: sauberes Steigen, gutes Clip-Management

Zustieg ab Cislano, ruhig, grün, trügerisch entspannt

Der Startpunkt liegt im kleinen Ort Cislano, wo ich den Parkplatz am Ende des Dorfes nutze. Noch ist alles ruhig. Kein Stahlseil, kein ausgesetzter Fels – nur ein breiter Wanderweg, der sanft ansteigt und mich Schritt für Schritt aus dem Alltag zieht.

Der Weg führt in Richtung Splazza di Sopra Alm. Ich folge der klaren Beschilderung zur Ferrata, passiere die Alm oberhalb und merke: Jetzt ändert sich die Stimmung. Die Landschaft wird rauer, die Felsen näher, die Gedanken klarer.

Der Einstieg ist nicht mehr weit – und dann sehe ich es: das Haus, direkt in den Fels gebaut. Genau dort beginnt das Abenteuer.schließlich ein Steig hinunter zur Lache ab. Spätestens hier wird klar: Jetzt wechselt die Tour vom Wandern zum Ernstmachen.

Einstieg & Verlauf – fordernd, ehrlich, mit Momenten zum Durchatmen

Ab dem Einstieg zeigt die Ferrata sofort, was sie will: Kraft, Konzentration und saubere Bewegungen. Der Fels ist steil, die Passagen sind knackig, stellenweise richtig fordernd. Das ist kein Steig, den man „mal eben“ macht.

Was mir gefällt:

Es gibt Rastmöglichkeiten.

Kleine Absätze, kurze Atempausen, Momente, in denen man die Arme ausschüttelt und den Blick hebt. Genau diese Pausen machen den Steig fair – trotz seiner körperlichen Anforderungen.

Mit jedem Höhenmeter wächst das Gefühl von Kontrolle. Die Bewegungen werden flüssiger, der Rhythmus stellt sich ein. Ich bin ganz im Moment. Kein Platz für Ablenkung. Nur Fels, Stahl, Atem.

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Am Gipfel – Triumph, Respekt und ein dunkler Himmel

Oben am Gipfel bin ich überwältigt. Nicht von Pathos, sondern von diesem ehrlichen Gefühl, etwas wirklich Anspruchsvolles geschafft zu haben. Die Ferrata war intensiv, direkt, kompromisslos.

Doch dann zieht der Himmel zu.

Ein Gewitter baut sich sichtbar auf. Dunkle Wolken, erste ferne Donner. Mir ist sofort klar: Hier oben bleibe ich nicht lange. Kein langes Verweilen, kein ausgedehntes Gipfelfoto. Der Berg entscheidet – und ich höre zu.

Abstieg im Wettlauf mit dem Gewitter

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Der Rückweg beginnt ruhig, doch das Gewitter holt mich ein. Zum Glück bin ich da bereits vom Gipfelbereich unten und wieder vorbei an der Alm. Dennoch: Der Regen erwischt mich. Kräftig, kalt, durchdringend.

Als ich schließlich am Auto ankomme, bin ich nass bis auf die Haut.

Erst einmal umziehen. Durchatmen. Lächeln.

So fühlt sich ein echter Bergtag an.

Persönliches Fazit zur Ferrata Corna delle Capre

Die Ferrata Corna delle Capre ist kein Klettersteig für nebenbei.

Sie verlangt Respekt, Kraft und einen klaren Kopf – belohnt dafür aber mit einem intensiven, ehrlichen Erlebnis in einer beeindruckenden Ecke der Lombardei.

Mein Eindruck in drei Worten:

fordernd · konzentriert · echt

Wer einen Klettersteig sucht, der nicht nur die Arme, sondern auch den Charakter fordert, wird hier fündig.

Mein Fazit – für wen ist der Klettersteig ideal?

Der Klettersteig Lachenspitze ist perfekt für alle, die:

• einen langen, nicht alpinen Zustieg nicht scheuen

• einen sportlichen, aber fairen Klettersteig suchen

• Wert auf Rhythmus statt Dauerstress legen

Für mich ist es genau diese Kombination aus Länge, Anspruch und Erholungsphasen, die den Steig so rund macht.

Meine Bewertung

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    LANDSCHAFT

C/D

3:30 Std.

584 Hm

200 HM 1:30 Std.

1:00 Std.

1:00 Std.

Südwest

Feb. - Nov.

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1220 m

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