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Klettersteig Lachenspitze

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Alpenfun Montag, 26. Januar 2026 von Alpenfun

Klettersteig Lachenspitze im Tannheimer Tal

langer Zustieg, ehrlicher Steig, große Momente

Der Klettersteig Lachenspitze im Tannheimer Tal beginnt spektakulär – und genau das macht ihn für mich so besonders. Der Zustieg ist lang, aber technisch unschwierig, fast schon meditativ. Erst später zeigt der Berg, was wirklich in ihm steckt. Wer hier unterwegs ist, braucht weniger alpine Nervosität im Zustieg, dafür Ausdauer und ein gutes Zeitmanagement.

Kurzinfos zur Tour

  • Berg: Lachenspitze

  • Region: Tannheimer Tal, Tirol

  • Schwierigkeit Klettersteig: C, einzelne Passagen D

  • Charakter: sportlich, ausgesetzt, aber rhythmisch

  • Besonderheit: langer Zustieg, Steig mit Erholungsphasen

Zustieg – lang, aber nicht alpin

Der Zustieg zum Klettersteig Lachenspitze ist ein langer, gut gehbarer Weg. Genau das macht ihn trügerisch.

Man startet am Vilsalpsee, wo die Tour noch fast gemütlich wirkt. Der breite Weg entlang des Sees lädt eher zum Genießen als zum Kämpfen ein. Danach geht es weiter Richtung Traualpsee – landschaftlich wunderschön, aber die Strecke zieht sich.

Ab hier merkt man langsam die Länge des Zustiegs. Höhenmeter sammeln sich, auch wenn es technisch nie schwierig wird. Der Weg zur Landsberger Hütte fordert vor allem Kondition und Geduld. Für mich war das der Teil, bei dem man sich gut einteilen sollte – zu schnell loszugehen rächt sich später im Steig.

Kurz vor dem Einstieg zweigt schließlich ein Steig hinunter zur Lache ab. Spätestens hier wird klar: Jetzt wechselt die Tour vom Wandern zum Ernstmachen.

Einstieg & erste Meter, jetzt wird es ernst

Der Einstieg in den Klettersteig Lachenspitze macht sofort klar, worauf man sich einlässt. Gleich zu Beginn wartet eine C/D-Stelle, die keine Aufwärmphase zulässt. Wer hier bereits Probleme bekommt, sollte ernsthaft überlegen, nicht weiterzugehen.

Der Fels ist von Anfang an steil, die Ausgesetztheit direkt spürbar. Genau diese ersten Meter sind ein guter Maßstab für den restlichen Steig: Wer sich hier sicher fühlt, wird weiter oben gefordert, aber nicht überrascht. Der Blick zurück zeigt schon früh, wie viele Höhenmeter man sich zuvor im Zustieg erarbeitet hat – ein deutlicher Hinweis darauf, dass jetzt volle Konzentration gefragt ist.

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Schlüsselstellen & Ausgesetztheit

Die Schlüsselstellen liegen eindeutig in den steileren Wandabschnitten. Hier ist sauberes Steigen wichtig, weniger blindes Hochziehen am Stahlseil. Die Ausgesetztheit ist spürbar, aber nie unfair. Wer Erfahrung im C/D-Bereich hat, fühlt sich hier gut gefordert, aber nicht überfordert.

Gipfel & Aussicht – der Blick auf die drei Seen

Lachenspitze der Blick auf die drei Seen

Am Gipfel der Lachenspitze wartet ein besonders schöner Ausblick: der Blick hinunter auf die drei Seen des Tannheimer Tals. Vilsalpsee, Traualpsee und die Lache liegen tief unter einem und bilden – je nach Licht – ein beeindruckendes Farbspiel zwischen Türkis, Grün und Dunkelblau.

Für mich war genau dieser Moment der eigentliche Höhepunkt der Tour. Nach dem langen Zustieg und dem fordernden Klettersteig wirkt der Blick auf die drei Seen fast unwirklich ruhig. Ein Gipfelmoment, der nicht laut ist, sondern still – und gerade deshalb in Erinnerung bleibt.

Abstieg – Konzentration trotz Erleichterung

Der Abstieg ist technisch einfacher als der Steig, verlangt aber weiterhin Aufmerksamkeit. Gerade nach dem langen Zustieg und dem fordernden Klettersteig sollte man die Müdigkeit nicht unterschätzen. Mir hat es geholfen, bewusst Tempo rauszunehmen und den Tag sauber zu Ende zu bringen.

Mein Fazit – für wen ist der Klettersteig ideal?

Der Klettersteig Lachenspitze ist perfekt für alle, die:

• einen langen, nicht alpinen Zustieg nicht scheuen

• einen sportlichen, aber fairen Klettersteig suchen

• Wert auf Rhythmus statt Dauerstress legen

Für mich ist es genau diese Kombination aus Länge, Anspruch und Erholungsphasen, die den Steig so rund macht.

Meine Bewertung

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    LANDSCHAFT

C/D

6:30 Std.

1120 Hm

270 HM 1:30 Std.

2:30 Std.

2:30 Std.

Nord

Juni - Okt.

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2126 m

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