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Winterwanderung zum Sonnenuntergang auf den Schnurschrofen

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Alpenfun Freitag, 30. Januar 2026 von Alpenfun

Winterwanderung zum Sonnenuntergang auf den Schnurschrofen

Magische Abendstimmung mit Blick auf das Gaishorn im Tannheimer Tal

Es sind diese Wintertage, an denen man schon beim Losgehen spürt, dass der Abend etwas Besonderes bereithält. Die Luft ist klar, der Schnee dämpft jedes Geräusch, und die Berge wirken ruhiger als sonst. Genau so beginnt meine Winterwanderung zum Schnurschrofen oberhalb von Tannheim – mit dem Ziel, den Sonnenuntergang vor dem Gaishorn zu erleben.

Eine Tour, die sich langsam steigert, landschaftlich immer beeindruckender wird und am Ende mit einem stillen Gipfelerlebnis belohnt.– nur schmale Wege, steinerne Mauern und dieser leise Gedanke: Hier unten wartet etwas.

Tourdaten im Überblick

• Startpunkt: Parkplatz West / P2 in Tannheim

• Strecke: 11,7 km

• Höhenmeter: 796 hm

• Dauer gesamt: 4 h 52 min

• Gipfelhöhe: 1.900 m

• Charakter: Winterwanderung mit steilerem Mittelteil, bei Schnee anspruchsvoll

• Highlight: Sonnenuntergang mit Blick auf das Gaishorn.

Start entlang des Rossalpbachs

Vom Parkplatz West (P2) in Tannheim geht es zunächst gemütlich los. Der Weg führt entlang des Rossalpbachs Richtung Untere Roßalpe.

Die ersten rund 300 Höhenmeter steigen angenehm moderat an – perfekt, um den Rhythmus zu finden und warm zu werden. Der Winter zeigt sich hier ruhig und freundlich. Schneebedeckte Bäume, knirschender Untergrund und immer wieder freie Blicke ins Tal begleiten den Aufstieg.

Die Stimmung ist entspannt, doch ich weiß: Das bleibt nicht lange so.

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Der steilere Abschnitt beginnt

Ab der Unteren Roßalpe wird der Weg deutlich steiler. Gleichzeitig nimmt auch die Schneemenge zu. Jeder Schritt wird schwerer, und man merkt, dass man jetzt wirklich im Wintergelände unterwegs ist.

Ich folge vorhandenen Spuren weiter Richtung Obere Roßalpe. Ohne diese wäre der Weg bei den Schneeverhältnissen deutlich mühsamer gewesen.

Die Sonne steht inzwischen tief, und das Licht wird weicher. Der Himmel beginnt langsam, seine Farben zu wechseln.

Abzweig Richtung Schnurschrofen

Kurz vor der Oberen Roßalpe halte ich mich rechts und folge der Spur Richtung Schnurschrofen. Der Weg wird ruhiger, einsamer.

Dann taucht plötzlich die markante Spitze des Gaishorns auf. Die Sonne steht bereits dahinter und sinkt langsam Richtung Horizont. Das Tempo wird automatisch langsamer – man möchte diesen Moment nicht verpassen.

Die letzten Höhenmeter führen über offene Hänge hinauf zum Gipfel.

Ein stiller Gipfelmoment

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Am Gipfel des Schnurschrofen wartet kein großes Gipfelkreuz. Stattdessen steht dort ein kleines, selbstgebautes Kreuz aus Ästen – schlicht, fast unscheinbar, aber irgendwie perfekt passend zur ruhigen Stimmung dieses Ortes.

Ich setze mich neben dem Kreuz, packe meine Brotzeit aus und lasse den Blick schweifen.

Die umliegenden Berge glühen im letzten Licht des Tages. Das Gaishorn wirft lange Schatten, und für ein paar Minuten scheint die Welt einfach stillzustehen.

Dann geht alles schnell:

Die Sonne verschwindet, die Farben verblassen, und die Kälte wird spürbarer.

Der Tag ist vorbei.

Abstieg in die Dunkelheit Richtung Älpele

Der Rückweg führt in der Dunkelheit Richtung Älpele. Mit Stirnlampe geht es Schritt für Schritt bergab. Die Welt reduziert sich auf den Lichtkegel vor den Füßen, während über mir ein klarer Sternenhimmel steht.

Gerade dieser stille Abstieg macht Wintertouren oft besonders. Keine Geräusche, keine Hektik, nur Bewegung durch die kalte Nacht.

Als ich schließlich wieder in Tannheim ankomme, fühlt es sich an, als hätte ich einen ganzen Tag draußen verbracht, obwohl es nur ein Nachmittag war.

Fazit zur Winterwanderung Schnurschrofen

Der Schnurschrofen ist kein spektakulärer Gipfel, aber genau das macht seinen Reiz aus.

Wer eine ruhige Wintertour mit beeindruckender Abendstimmung sucht, findet hier eine perfekte Mischung aus Bewegung, Landschaft und Stille. Besonders der Blick auf das Gaishorn beim Sonnenuntergang bleibt lange im Kopf.

Eine Tour, die weniger vom Gipfel lebt, sondern vom Gefühl unterwegs zu sein.

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